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Wir freuen uns über Ihren Besuch

Betriebsferien vom 6.4. bis 27.4.21

Endlich ist es so weit, der "Chef" wird am Knie operiert.
Danach ist Schonung angesagt, um den Heilungsprozess
zu unterstützen.

Ab Dienstag, den 6.4., bis einschließlich Dienstag, den
27.4.21 ist der Künstlerhof geschlossen. In dieser Zeit
bleibt die Küche kalt.


Ab Mittwoch, den 28.4.21, sind wir wieder für Sie/Euch da.

Danke !

Ich möchte Danke sagen!
Die gesamten Unterstützungsprogramme der Bundesregierung sind Stückwerk. Spätestens ab Mai, Juni hätte man erwarten können, dass sie die Probleme der einzelnen Branchen analysiert und ausreichende Unterstützungsprogramme für eine zweite Welle vorbereitet. Stattdessen hangelt sich die Regierung von Hilfsprogramm zu Hilfsprogramm und muss immer wieder nachbessern.

Die Hilfsprogramme haben bisher leider nicht einmal ausgereicht, um alle Fixkosten zu decken. Die Personalkosten werden zumindest dort, wo die Beschäftigten sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, auch nur teilweise über Kurzarbeit abgesichert. Darüber hinaus müssen die Gastwirte aber auch noch für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen. Hier herrscht eine Riesenleerstelle in den Kassen. Die Bundesregierung verweigert bis heute, dass die Selbstständigen bei den Hilfsprogrammen auch Lebenshaltungskosten mit abrechnen können und verweist auf Hartz IV. Das ist aus meiner Sicht ein Lösungsansatz, der zumindest für mich nicht zur Disposition steht. Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr meinen Unterhalt immer selbst bestritten. Nur weil der Staat mir das Recht auf jene Arbeit verwehrt, die seit über 45 Jahren meinen Lebensunterhalt abdeckt, werde ich nicht zum Bittsteller und Nummer beim Arbeitsamt. Trotz Lockdown möchte ich mir meine selbstbestimmende Würde erhalten.

Die Vielfalt der kleinen Gewerbetreibenden, von der kleinen Mode-Boutique, Friseursalon, und der Gastronomie über unsere Solo-Selbstständigen und kleinen Handwerksbetrieben, das macht aus meiner Sicht den Charm von Allendorf aus. Ich lebe seit jetzt mehr als 15 Jahren in Allendorf. Und schon vor der Krise konnte man beobachten, wie sich unsere kleine Stadt verändert, wie Vieles, was sie liebens- und lebenswert gemacht hat, verschwindet. Meine große Sorge ist, dass der anhaltende Lockdown sein Übriges tut und wir dann, wenn wir alle hoffentlich die Pandemie überstanden haben, durch Allendorf laufen und Vieles völlig anders aussieht als zuvor.

Meine Befürchtung ist, dass das, was danach kommt, nicht der kreative Neuanfang sein wird, sondern dass viele Selbstständige diese Zeit nicht mehr durch ihre Kreativität und Angebote bereichern können, da es sie nicht mehr geben wird. Das wäre z. B jetzt, wo allenthalben Wahlkampfthemen in unseren Briefkästen landen, ein brennendes Thema für die Allendorfer Parteien im Hier und Jetzt.

Was mir und viele andere Kollegen die Tränen in die Augen treibt ist, dass die zugesagten Hilfen sowohl in der Gastronomie als auch bei dem kleinen Einzelhändler und Soloselbstständigen noch nicht angekommen sind. Deswegen bin ich meinen Gästen mehr als Dankbar für die Unterstützung, die wir bisher erfahren durften. Wir dürfen Abholer begrüßen, die jeden Sonntag mehr als 15 km anfahren, um uns durch ihre Bestellungen zu unterstützen. Auch aus Staufenberg, Treis und Rabenau bestellen während des Lockdowns ganz bewusst Gäste aus unserem Angebot, um uns nachhaltig zu unterstützen. Viele Allendorfer tragen mit ihren Bestellungen dazu bei, dass zumindest ein Teil unserer Kosten über unser Außer-Haus-Angebot abgedeckt ist. Durch die Bestellungen unserer Gäste sichern sie auch ein Stück weit den Erhalt des gesamten Künstlerhofs mit dessen alter Tradition und Geschichte im Dorfbild von Allendorf.

Dafür möchten wir, meine Frau und ich, uns von ganzem Herzen bedanken.