Was ist das Besondere am Künstlerhof? 

Der "Künstlerhof Arnold" ist das ehemalige Wohnhaus und die Arbeitsstätte von W. H. Arnold, der hier seit 1926 als freiberuflicher Kunstbildhauer und Maler zahlreiche Werke schuf.

Mit der Eröffnung am 22. Juni 1997 im Jahr des 100. Geburtstages von W. H. Arnold, bei der der Kunsthistoriker Hans Peter Autenrieth in seiner Festansprache das künstlerische Werk von W. H. Arnold würdigte, wurde eine geglückte Verbindung geschaffen zwischen der bildenden Kunst W. H. Arnolds, traditionellem dörflichen Handwerk und einer gemütlichen Gastronomie, die zum Verweilen einlädt. Die Räume im Untergeschoss des Hauses dienen der Gastronomie. Sie sind mit Kunstwerken des Künstlers (Gemälde und Plastiken) ausgestattet. In den Räumen links des Eingangs hängen Blumenaquarelle aus den Jahren nach 1948, die im eigenen Garten gemalt wurden. Die Bilder im Landschaftszimmer rechts des Eingangs sind in Allendorf und Umgebung entstanden . In der Glasvitrine sind kleine Bronzefiguren ausgestellt. Bei schönem Wetter dient der Hof mit großen, schattengebenden Bäumen, Brunnen und anderen Plastiken als Biergarten. Das Atelier gewährt einen Einblick in das künstlerische Schaffen von W. H. Arnold. Im Vorraum sind Gipsmodelle der Denkmäler und von Porträtbüsten berühmter Persönlichkeiten zu sehen. Im Hauptraum ist die Entstehung eines der großen plastischen Werke von den ersten Skizzen über kleinere und größere Modelle dargestellt. Die aus Muschelkalkstein gehauene Mutter-Kind-Figur krönt das Allendorfer Kriegerdenkmal und kann auf dem Friedhof besichtigt werden. Außerdem sind zahlreiche Modelle für öffentliche Brunnenanlagen, Ehrenmäler und anderes zu sehen.

In den Nebengebäuden und der Scheune sind die mustergültigen Sammlungen des Heimatvereins von Gerätschaften des traditionellen Handwerks und der Landwirtschaft ausgestellt. Eine Dorf- und Hufschmiede, Schusterei, Sattlerwerkstatt, Schreiner- und Zimmermannswerkstatt bilden ein lebendiges heimatkundliches Museum. Die Scheune beherbergt weitere Sammlungen, die Tenne wurde 2007 für kulturelle Veranstaltungen im Hof nutzbar gemacht. Das Obergeschoss dient wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen des Heimatvereins.